HELDENHAFT UND UNZERBRECHLICH | 15.04.-03.06.2018

ANDREAS AMRHEIN (MALEREI) JULIUS WEILAND (GLASSKULPTUREN)

HELDENHAFT UND UNZERBRECHLICH

Ausstellung mit neuen Arbeiten aus den Ateliers der beiden Berliner Künstler

Andreas Amrhein ist ein Kosmopolit und Storyteller par excellence. 1963 in Marburg geboren, wuchs er in Liberia/Westafrika auf, studierte Bildende Kunst in Berlin, London, Malmö und Chicago. Seit 2005 arbeitet er als Dozent für Malerei an der „Akademie für Malerei, Berlin“.
In seinem vielschichtigen figurativen Bildvokabular setzt Amrhein in eigenwilliger Manier Elemente aus der Alltags- und Werbekultur zusammen. Seine Arbeiten sind maßgeblich durch Literatur, Film und Comic und durch die Auseinandersetzung mit den Klischees verschiedener Kulturen inspiriert, so spielen auch Helden eine große Rolle.
Andreas Amrhein hat sich zu Beginn seiner Karriere immer als Zeichner begriffen und war selbst überrascht, wie er um die Jahrtausendwendebegann, mit Begeisterung und Leidenschaft große Leinwände mit superrealistischen Porzellanfiguren zu füllen. In seinen neueren Arbeiten sucht er den Mix des Materials.

In einem Interview mit der Galeristin Christiane Bühling sagte er: „Am Anfang weiß ich noch nicht, wohin die Reise geht. Aber in gewisser Weise langweilt mich bei meinen eigenen Arbeiten die Homogenität – NUR Aquarell oder NUR Zeichnung würde mir nicht reichen. Für mich ist die Spannung wichtig, die Spannung zwischen den unterschiedlichen Techniken und bildnerischen Qualitäten. Die Herausforderung besteht für ich darin, am Ende ein ‚harmonisches Ganzes‘ herzustellen, d.h. ein Werk, das meinem inneren Bild entspricht, quasi meine Weltsicht spiegelt.“

Julius Weiland wurde 1971 in Lübeck geboren. Er studierte von 1995 – 2001 an der Kunstakademie in Hamburg und war 1998 Stipendiat an der Pilchuck Glass School, USA.
Er lebt und arbeitet in Berlin und ist für seine Glasobjekte international bekannt. Seine Arbeiten sind von einem sehr freien Umgang mit dem Material geprägt, bei dem sowohl Zufall und Prozess, als auch das Dekorative und Ästhetik eine große Rolle spielen. Beeinflusst durch die Studio-Glas Bewegung, die ihren Ursprung in den USA hat, entwickelte er seine ganz eigene Methode der Glasbearbeitung.
Seine Arbeiten finden sich in zahlreichen Sammlungen, so beispielsweise im Victoria & Albert Museum (London), Sammlung Würth (Künzelsau), Museum Kunstpalast / Glasmuseum Hentrich (Düsseldorf), Glasmuseum Ebeltoft (Dänemark) und Kunstsammlungen der Veste Coburg.
Von Oktober-Dezember 2017 waren seine Arbeiten in einer Einzelausstellung im Mies van der Rohe Haus in Berlin ausgestellt. Von Juni-November 2018 wird das Europäische Museum für Glaskunst in Coburg die Ausstellung „Julius Weiland – Glas und Grafik” präsentieren.

Die Deformation des Dekorativen ist ein roter Faden bei Julius Weilend, dessen Glasskulpturen eine prominente Nische in der zeitgenössischen Kunstszene besetzen.

In einem Interview mit der „KUNSTZEITUNG“ sagte Weiland zur Wahl seines Materials: „Glas gibt mir die Möglichkeit, Skulpturen zu realisieren, die gleichzeitig ihre Wirkung durch das Licht entfalten und die Bewegung des Materials einfangen. Beides sind für mich Qualitäten, die ich so bei keinem anderen Material finde und sie erzeugen für mich eine Magie.“